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Bewerbungsanschreiben: individuell statt austauschbar
So entsteht ein überzeugendes Anschreiben: Einstieg, Motivation, Erfahrung, Unternehmensbezug und ein starker Abschluss.
Wann ein Anschreiben sinnvoll ist
Nicht jede Bewerbung verlangt heute ein Anschreiben. Wenn es gefordert wird oder du deine Motivation, einen Branchenwechsel oder eine besondere Erfahrung erklären möchtest, kann es jedoch entscheidend sein. Das Schreiben sollte den Lebenslauf ergänzen und nicht wiederholen.
Ein gutes Anschreiben beantwortet drei Fragen: Warum interessiert dich genau diese Position? Welche deiner Erfahrungen löst die Aufgaben des Unternehmens? Warum passt die Zusammenarbeit fachlich und persönlich?
Ein konkreter Einstieg
Vermeide einen Einstieg, der nur mitteilt, dass du die Anzeige gelesen hast. Beginne lieber mit deinem stärksten Bezug zur Stelle: einer passenden Erfahrung, einem messbaren Erfolg oder einer nachvollziehbaren Motivation.
Beispiel: „In den vergangenen drei Jahren habe ich internationale Kundenanfragen auf Deutsch und Englisch betreut und komplexe Fälle bis zur Lösung begleitet. Diese Erfahrung möchte ich nun in Ihrem Customer-Support-Team einbringen.“ Der Satz ist konkret und eröffnet sofort ein relevantes Thema.
Der Hauptteil mit Belegen
Wähle zwei oder drei Anforderungen aus der Stellenanzeige und verbinde sie mit echten Beispielen. Statt „Ich bin organisiert“ beschreibst du, was du organisiert hast. Statt „Ich arbeite gern im Team“ nennst du eine Situation, in der Zusammenarbeit zu einem guten Ergebnis geführt hat.
Auch bei einem Berufswechsel gibt es übertragbare Kompetenzen: Verkaufserfahrung kann für Kundenberatung relevant sein, Veranstaltungsorganisation für Projektkoordination und Schichtleitung für Personalverantwortung. Erkläre die Verbindung verständlich.
Unternehmensbezug und Abschluss
Zeige, dass das Anschreiben nicht an zwanzig Firmen unverändert verschickt wurde. Beziehe dich auf ein Produkt, eine Aufgabe, die Arbeitsweise oder einen nachvollziehbaren Wert des Unternehmens. Übertreibe nicht und verwende keine unbelegten Komplimente.
Schließe freundlich und selbstbewusst. Ein möglicher Satz lautet: „Gerne erläutere ich Ihnen im Gespräch, wie ich meine Erfahrung in Ihr Team einbringen kann.“ Angaben zu Gehalt oder Eintrittstermin gehören nur hinein, wenn sie verlangt werden.
Prüfung vor dem Absenden
Ist das Unternehmen richtig geschrieben? Stimmt der Ansprechpartner? Enthält das Schreiben konkrete Beispiele? Ist es höchstens eine Seite lang? Wurden Floskeln und Wiederholungen entfernt? Stimmen Datum, Betreff und Anlagen?
KI kann eine gute Ausgangsversion formulieren, kennt aber nicht automatisch alle persönlichen Details. Ergänze deine tatsächlichen Erfahrungen und entferne jede Aussage, die du im Vorstellungsgespräch nicht glaubwürdig erklären könntest.
Bereit für den nächsten Schritt?
Suche passende Stellen und organisiere deine Bewerbungen an einem Ort. Prüfe alle Angaben vor dem Versand persönlich.
